Hab ich die Nase voll!

30.09.2026 #PERMA

Was habe ich erreicht

Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Was als Erkältung begann, entwickelte sich zu einer hartnäckigen Bronchitis.
Irgendwann war ich nicht nur körperlich, sondern auch mental erschöpft.

Ich hatte die Nase voll vom Kranksein, vom Husten. Und vor allem den Dingen, die ich gerade nicht tun konnte.
Meine Gedanken kreisten zunehmend um das, was nicht ging.
Was liegen blieb. Was ich eigentlich schon längst hätte erledigen wollen.

Und dann fiel mein Blick auf meine PERMA Reflexionskarten. Ich zog eine Karte aus dem Stapel.

A wie Accomplishment. Was habe ich erreicht?

Eine interessante Frage, wenn man krank ist und das Gefühl hat, überhaupt nichts geschafft zu haben.

Die Situation bleibt. Mein Blick darauf kann sich verändern.

Meine PERMA Reflexionskarten werden meine Bronchitis nicht heilen.
Sie könnten mir helfen, meinen Blick auf das zu richten, was mir trotz der momentanen Erkrankung möglich ist.

Also, was habe ich heute erreicht?

Vielleicht habe ich endlich einmal auf meinen Körper gehört. Ich habe mir Ruhe gegönnt, obwohl noch so viel zu tun wäre.
Übe mich in Akzeptanz, dass ich gerade nicht so leistungsfähig bin, wie ich es gerne wäre.

Vielleicht kennst du solche Situationen aus deinem Führungsalltag.

Mitarbeitende kommen wiederholt zu spät. Halten Vereinbarung nicht ein. Im Team läuft ein Projekt nicht wie geplant. Und schon beginnt das Gedankenkarussell.

Warum funktioniert das nicht? Warum muss ich mich immer wieder darum kümmern? Warum übernimmt niemand Verantwortung?

Unsere Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf das, was nicht funktioniert. Wir beschäftigen uns mit Fehlern, Schwierigkeiten und allem, was anders sein sollte.

Dabei übersehen wir möglicherweise, was trotz der schwierigen Situation bereits gelingt und welche Handlungsmöglichkeiten uns weiterhin zur Verfügung stehen.

Was sagt die Positive Psychologie dazu?

Die Psychologin Barbara Fredrickson und ihre Kollegin Christine Branigan untersuchten 2005, wie positive Emotionen unsere Aufmerksamkeit und unser Denken beeinflussen.

Ihre Ergebnisse zeigen, dass positive Emotionen unseren Blick erweitern und uns dabei unterstützen können, mehr Handlungsoptionen wahrzunehmen.*

Genau diesen Gedanken greife ich mit meinen PERMA Reflexionskarten auf.

Die Fragen laden dazu ein, unsere Aufmerksamkeit bewusst auf andere Aspekte einer Situation zu richten. Nicht, um Schwierigkeiten auszublenden oder Probleme schönzureden, sondern um auch das wahrzunehmen, was daneben noch da ist.

Denn wenn wir ausschließlich auf das schauen, was nicht funktioniert, übersehen wir möglicherweise die Stärken, Ressourcen und Möglichkeiten, die uns und unserem Team weiterhin zur Verfügung stehen.

Eine Karte. Drei Fragen. Neue Perspektiven.

Genau hier können die PERMA Reflexionskarten unterstützen.

Nimm dir in einer schwierigen Führungssituation bewusst eine Karte und beschäftige dich mit der Frage.

Vielleicht ziehst du die Karte: A wie Accomplishment. Was habe ich erreicht?

Was ist mir in dieser Situation bereits gelungen? Was hat mein Team trotz aller Schwierigkeiten erreicht? Was können wir daraus für die nächsten Schritte mitnehmen?

Vielleicht erkennst du eine Stärke, die du bisher übersehen hast. Vielleicht entsteht eine neue Idee. Oder du bemerkst, dass neben den Schwierigkeiten auch einiges gut funktioniert.

Die Herausforderung bleibt bestehen. Aber dein Blick darauf verändert sich möglicherweise.

Und manchmal ist genau das der Anfang einer guten Entwicklung.

Coachin Anja Strzondalla - Portrait

Mein Impuls für dich

Wenn du das nächste Mal merkst, dass sich deine Gedanken nur noch um das drehen, was nicht funktioniert, nimm dir einen Moment Zeit für die Frage: Was habe ich erreicht?

Suchst du mehr „PERMAmente"? Die Karten gibts bei mir.

Ich trinke jetzt meinen Tee. Gönne mir noch ein wenig Ruhe. Und ziehe ein paar Karten.

*Quelle der Studie: Fredrickson, B. L., & Branigan, C. (2005). Positive emotions broaden the scope of attention and thought-action repertoires.Cognition and Emotion, 19(3), 313–332.

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